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Lesungen

„Hunderfünfundsiebziger Protokoll“ – Wenn Männer Männer lieben

Oder: Wie gehen wir miteinander um?

Lesung - frei in Szene gesetzt

Zu einer außergewöhnlichen szenischen Lesung laden die beiden Prignitzer Schauspielerinnen Chady Seubert und Daniela Dörfel vom Theater Vogel frei ein.

Jede/r möchte normal sein. Doch, was ist normal?

175er-Protokoll

Zu dick, zu dünn, normal, schwul, stinknormal, stockschwul, zu klein, zu groß … das sind alles Hausnummern, Schubkästen. Gut für die Übersichtlichkeit und Einordnung, aber hinderlich fürs Leben.

Trotzdem sich in dieser Lesung homosexuelle Männer aus dreizehn Protokollen äußern, geht es weniger um das Verhältnis zwischen Homos und Heteros, als um die Frage: Wie gehen wir alle miteinander um? Sind wir nicht alle‚ anderer Welten Kind‘!

Menschen sind nur selten besser als die Umstände, in denen sie leben. Man wird nicht von heute auf morgen tolerant. Der Einzelne nicht, und die Gesellschaft gleich gar nicht. Auch nicht per Beschluss. Dazu braucht es Beweggründe und Voraussetzungen.

Intoleranz sucht sich immer einen Feind! Und Menschenrechtsverletzungen gibt es bis heute auch in unserem demokratischen Staat.

Anscheinend können nur wenige Menschen mit einer Wirklichkeit umgehen, die sie nicht selbst erfahren haben.

Dem Vorurteil ist wesentlich schwieriger beizukommen als der Unkenntnis. Sprechen wir von uns. Wie leben wir, fühlen wir uns wohl, sind wir glücklich? Hoffen wir, die Menschen werden in den nächsten Jahren viel mehr miteinander reden, im Elternhaus, in den Schulen, auf der Arbeit, überall!

Toleranz wird sich in dem Maße durchsetzen, wie das Zusammenleben insgesamt menschlicher wird.

Aus: Jürgen Lemke „Ganz normal anders“ - Auskünfte schwuler Männer Aufbau-Verlag Berlin und Weimar 1989

Presse

Fotos:
Dietmar Koch
Jens Wegner

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